Gott­sucher

Be- und Erkenntnisse eines Spätbekehrten

Ablauf der endzeitlichen Ereignisse

In obiger Grafik habe ich einmal versucht, die in der Bibel verstreuten Hinweise zu den Abläufen der Ereignisse in der Endzeit zusammenfassend darzustellen. Mir ist natürlich bewusst, dass es hierzu unterschiedliche Ansichten gibt, speziell was den Zeitpunkt der Entrückung betrifft (vor, in der Mitte oder am Ende der siebenjährigen Drangsalszeit). Mir persönlich erscheint die "Vorentrückung" am plausibelsten, da sie sich am besten in das Gesamtbild des Heilsplans Gottes mit den Menschen (Nationen und Israel) einfügt. Für diese Auslegungsvariante ließen sich viele Belege in Form von Bibelstellen finden. Hier möchte ich mich jedoch auf eine Bibelstelle beschränken, nämlich den Abschnitt in 2. Thessalonicher 2,1-12, den ich nachfolgend entsprechend auslegen bzw. kommentieren möchte:

2. Thessalonicher 2 Auslegung
1 Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm: (1Kor 15,51; 1Thess 4,14) Hier geht es um die Wiederkunft Jesu zur Entrückung der Gemeinde. Die Thessalonicher glaubten aufgrund der starken Verfolgung und falschen Lehre(r)n, sie hätten die Entrückung „verpasst“ und befänden sich schon in der Drangsal.
2 Lasst euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar in Schrecken jagen, weder durch einen Geist noch durch ein Wort noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da. (Joe 3,4; Mt 24,3; Apg 2,20; Eph 4,14; 1Thess 5,1; 1Joh 4,1) Hier geht es um den „Tag des Christus/Herrn“, also um die Ausgießung des Zornes Gottes über die gottlosen Bewohner der Erde ab der 2. Hälfte der siebenjährigen Drangsal, auch „große Drangsal“ genannt, vor der die Gemeinde durch Entrückung bewahrt wird.
3 Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall[1] kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, (Dan 7,21; Dan 11,21; Dan 11,28; Mt 24,4; Joh 17,12; 1Kor 15,33; Eph 5,6; 1Tim 4,1; 2Tim 3,1; 1Joh 2,18; 1Joh 3,7; Offb 17,1; Offb 17,8) Vor der Ausgießung des Zornes Gottes ab der 2. Hälfte der siebenjährigen Drangsal erfolgt ein großer Abfall vom Glauben. Hierbei wird sich zeigen, wer wirklich gerettet ist und wer sich nur „Christ“ nennt. Dies geht einher mit dem Auftreten des Antichtisten.
4 der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. (Jes 14,13; Hes 28,2; Offb 13,6)
5 Denkt ihr nicht mehr daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? (1Thess 3,4; 2Petr 1,12)
6 Und ihr wisst ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit. (2Thess 2,3; 2Thess 2,7; 2Thess 2,8) Der Heilige Geist, der seit dem ersten Pfingsten (Apg 2) in der Gemeinde wohnt, ist es, der den Abfall und das damit einhergehende Auftreten des Antichtisten noch verhindert. Solange die Gemeinde noch auf der Erde ist, sind diese Bedingungen nicht erfüllt.
7 Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein; (1Joh 4,3) Das gottlose Denken und Handeln der Menschen ist bereits vorhanden, jedoch noch nicht in vollem Umfang. Doch sobald die wahre Gemeinde durch Entrückung von der Erde genommen wird und nur noch Ungläubige und „Namenschristen“ übrig sind, ist der „Abfall“ eingetreten und der Weg für das Wirken des Antichtisten frei.
8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes, und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird, (Hi 4,9; Jes 11,4) Nach der Entrückung bricht sich das Böse während der ersten Hälfte der siebenjährigen Drangsal ungehindert Bahn. Ab der 2. Hälfte beginnt die Ausgießung des Zornes Gottes über die auf der Erde verbliebenden gottlosen Bewohner (7. Siegel, Posaunen- und Schalengerichte), an dessen Ende die Vernichtung des Antichristen steht (Offb. 19), wenn Jesus zusammen mit Seinen „Heiligen“ (der zuvor entrückten Gemeinde) wiederkommt zur Errichtung des tausendjährigen Reiches.
9 ihn, dessen Kommen aufgrund der Wirkung des Satans erfolgt, unter Entfaltung aller betrügerischen Kräfte, Zeichen und Wunder (Mt 24,24; Offb 13,1; Offb 13,11) Der Antichtist wird die auf der Erde verbliebenen gottlosen Menschen durch viele „Zeichen und Wunder“ verführen und so vom Glauben an den wahren Gott und Messias abhalten.
10 und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. (Joh 8,44; Röm 1,25; Röm 2,12; 1Kor 1,18; 2Kor 4,3; 2Tim 4,3; 2Petr 2,2) Hätten sie sich während der Gnadenzeit zu Gott bekehrt, wären sie gerettet worden.
11 Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben, (1Kön 22,22; Ps 81,12; Jes 6,10; Mt 24,5; Mt 24,11) Nun aber wird die Verführung so stark sein, dass sie kaum noch in der Lage sein werden, die Wahrheit zu erkennen. Auch wird der Druck der Verfolgung so stark sein, dass sich die meisten nicht zu Jesus bekennen werden.
12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit. (Joh 3,18; Röm 1,18; Röm 1,32; Röm 2,8) Letztlich werden sie den Antichtristen anbeten und das Malzeichen annehmen und damit auf ewig verloren gehen.

Aktuell (Stand April 2026) befinden wir uns in dem nunmehr fast 2000 Jahre andauernden Gemeinde- bzw. Gnadenzeitalter, in dem jeder Mensch die Möglichkeit hat, zu Gott umzukehren, das Geschenk der Gnade anzunehmen und dadurch für die Ewigkeit gerettet zu werden. Danach wird dies wesentlich schwieriger und vielleicht sogar praktisch unmöglich werden. Wir wissen nicht, wie lange das Gemeindezeitalter noch andauern wird, aber die in der Bibel angekündigten Vorzeichen des Endes dieses Zeitalters treten immer deutlicher zutage (Jesus nannte dies "Wehen"; vgl. z.B. Matthäus 24,8), so dass ich glaube, dass wir kurz vor dem Ende des Gemeindezeitalters stehen (siehe die gestrichelte rote Linie in obiger Grafik) und dass die Entrückung nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen wird. Darum meine Empfehlung:

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