Der Marienkult der katholischen Kirche

Der Marienkult der katholischen Kirche

Durch eine Reihe von Koinzidenzen gibt Gott mir zu verstehen, dass es ihm am Herzen liegt, den Menschen bewusst zu machen, dass das Beten zu Maria eigentlich nicht in Seinem Sinne ist.

Als ich damit begann, mich regelmäßiger mit der Bibel zu befassen, fiel mir auf, dass Gott „Sein Wort“ anscheinend gerne dazu benutzt, um mir Zeichen und konkrete Antworten auf Fragen zu geben. Zum Übersichtsartikel…

[Nachtrag vom 11.12.2022: Weitere Beispiele des Marienkults der römisch-katholischen Kirche]

Montag, 14. Februar 2022

Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle.
1. Timotheus 2,5-6

Ein Spaziergang zur Lourdes-Grotte

Am gestrigen Sonntag Nachmittag waren Steffi und ich spazieren – 15 km durch den Truderinger Wald, vorbei an dem versteckt gelegenen Baggersee im alten Kieswerk bis Neuperlach und zurück nach Haar. Auf dem Rückweg kamen wir an der Lourdes-Grotte in Trudering vorbei.

(Bilder vom Juli 2020)

Auf den im Halbkreis vor einer Marienstatue angeordneten Bänken saßen einige Menschen und beteten:

„(1) Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. (2) Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus. (3) Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.“

Quelle: Vatican News

Während der Anfang dieses Gebets dem Lukas-Evangelium entstammt, nämlich (1) die Ankündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel gegenüber Maria (Lukas 1,28) und (2) ein Ausruf ihrer Verwandten Elisabeth (Lukas 1,42), handelt es sich bei dem Rest (3) – der an Maria gerichteten „Bitte für uns Sünder“ – um eine erst im Jahr 1568 hinzugefügte Ergänzung durch den katholischen Papst Pius V.

Im Vorübergehen sagten wir uns, dass das doch eigentlich Götzendienst ist; Steffi nannte es sogar okkult. In der Bibel heißt es schließlich, dass man sich nicht an Verstorbene wenden soll (5. Mose 18,10-11) und dass man sich nicht vor Abbildern (Statuen) niederbeugen und sie anbeten soll (2. Mose 20,4-5), und auch wenn Maria vorbildlich gelebt hat, war sie doch ein sterblicher Mensch wie wir alle. Der einzige Mensch, der je von den Toten auferstanden ist, ist Jesus Christus. Er ist der alleinige Mittler zwischen Gott und Mensch (1. Timotheus 2,5-6).

„Eigentlich sollte man da mal Heftchen auslegen“, sagte ich zu Steffi. „Hast du welche dabei?“, fragte sie. „Klar, ich hab‘ immer welche dabei – für alle Fälle“, meinte ich, „Willst du welche haben?“ Sie nahm einige Heftchen, wir beteten kurz und gingen zurück zur Lourdes-Grotte, wo Steffi einer der Frauen, die dort stand und das Gegrüßet-seist-du-Maria mitsprach, ein Heftchen gab und ihr Gottes Segen wünschte. Ich bewunderte ihren Mut, denn ich hätte mich das nicht getraut…

Das Thema Beten zu Maria poppt erneut auf

Ich hatte das Thema fast schon „abgehakt“, da stieß ich heute früh in meiner Stillen Zeit unerwarteterweise noch einmal auf das Thema Beten zu Maria, so als ob Gott mir sagen wollte, dass ihm dieses Thema gerade sehr am Herzen liegt:

Letzten Samstag hatte ich an einem Gideon-Bücherstand einen Abreißkalender bekommen („Der Herr ist nahe 2022“) mit täglichen kleinen Andachten zu einem bestimmten Bibelvers. Da ich den Kalender erst im Februar erhalten hatte, lese ich zur Zeit neben dem jeweils aktuellen Kalenderblatt jeden Morgen auch eins der zurückliegenden Kalenderblätter. Heute war es das vom 8.1., und „wie durch einen Zufall“ passte der Text thematisch genau zu der Begebenheit an der Lourdes-Grotte gestern:

„Oh“, dachte ich, „das passt ja zu gestern! Das sollte man mal vervielfältigen und auf den Bänken vor der Lourdes-Grotte auslegen…“

Mittlerweile erkenne ich es, wenn Gott zu mir durch Umstände spricht, und so war es bestimmt kein Zufall, dass ich dieses 5 Wochen alte Kalenderblatt, in dem es um das Beten zu Maria geht, erst heute lese – genau einen Tag nach der Begebenheit an der Lourdes-Grotte. Hätte ich den Kalender schon früher bekommen und diesen Text wie vorgesehen am 8. Januar gelesen, dann hätte er keinen aktuellen Bezug für mich gehabt. Solche „Koinzidenzen“ sind meist Zeichen von Gott, um meine Aufmerksamkeit zu wecken oder um mir etwas Bestimmtes zu verstehen zu geben. Aber was? Wollte er wirklich, dass ich dort Kalenderblätter auslege?

Zusätzliche Bestätigung durch eine weitere Koinzidenz

Da Gott mich kennt und weiß, dass ich manchmal eine zusätzliche Bestätigung brauche, um mir ganz sicher zu sein, schenkte er mir direkt anschließend noch eine weitere Koinzidenz. Das „Fokuselement“ war diesmal Psalm 19,10-11 und es gab eine Verbindung zum Kernthema Götzendienst:

1.) Um 6:15 Uhr lese ich die heutige Andacht „Die gute Saat“ zu Psalm 19,10-11, in dem es darum geht, dass „die Rechte des Herrn kostbarer als Gold und süßer als Honig“ sind:

Was für eine poetische Ausdrucksweise, denke ich mir noch…

2.) Meine heutige Bibellesung ist 2. Mose 20, wo Gott dem Volk Israel die 10 Gebote gibt, darunter auch in Vers 4-5 das Gebot, keine Götzenbilder anzubeten. Gegen 6:50 Uhr lese ich dazu in der Elberfelder Studienbibel: „Auch sind die Rechtsbestimmungen Gottes begehrenswerter als Gold (Ps 19,11)“:

Ich überlege: Das kennste doch… Wo haste das denn gerade erst gelesen…? Ah, ja, das Kalenderblatt vorhin…

Zweimal kurz hintereinander begegnet mir hier also Psalm 19,10-11 im Zusammenhang mit Götzendienst, was wiederum im Zusammenhang steht mit der ersten Koinzidenz zum Thema Beten zu Maria, die sich auf die Lourdes-Grotte bezieht, wo wir gestern waren und wo Menschen vor einer geschmückten Marienstatue saßen und zu Maria beteten.

Mein Fazit

Die Fülle an Koinzidenzen deutet für mich darauf hin, dass Gott mir hier wieder einmal etwas zu verstehen geben will, und zwar dass es ihm am Herzen liegt, den Menschen bewusst zu machen, dass das Beten zu Maria eigentlich nicht in Seinem Sinne ist, weil ja Jesus der Mittler zwischen Gott und Mensch ist – dazu ist er schließlich am Kreuz für uns gestorben (1. Timotheus 2,5-6). Er ist unser Fürsprecher, an den wir uns mit allen unseren Anliegen wenden dürfen. Natürlich dürfen wir uns auch direkt an Gott den Vater wenden, denn als nach seinem Tod am Kreuz der Tempelvorhang zerriss, war dies ein Symbol dafür, dass nun jeder Mensch, der Jesus als seinen persönlichen Erlöser annimmt, freien Zugang zum Vater hat. Ich denke zwar nicht, dass es Sünde ist, unwissentlich und im guten Glauben zu Maria zu beten, weil einem das von der Kirche so vermittelt wurde, und ich glaube, dass Gott darüber gnädig hinwegsieht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es ihn traurig macht, wenn Menschen das tun.

Ich fuhr also am Abend zu der Grotte und legte dort 12 Heftchen mit eingelegtem Kalenderblatt auf die Bänke. Natürlich hatte ich Bedenken, ob ich das wirklich tun sollte – ich will ja die Menschen, die dort im guten Glauben an Maria als Fürsprecherin hinkommen und tatsächlich Trost und Hilfe finden, nicht vor den Kopf stoßen oder in ihren Gefühlen verletzen. Andererseits: Wenn Gott so deutlich zu mir spricht, dann kann ich das nicht einfach in den Wind schlagen. Also leistete ich ihm Gehorsam und tat, was ich glaubte, tun zu sollen. Dann segnete ich die Menschen noch, die das finden und lesen würden, und lege den Rest nun in seine Hand. 🙂

Nachtrag vom 11.12.2022:

Weitere Beispiele des Marienkults der römisch-katholischen Kirche

Basilika St. Michael in Mondsee

Auf dem Rückweg von einer Osterfreizeit in Österreich machten wir Halt in Mondsee und besuchten dort u.a. die Basilika St. Michael:

Die Basilika St. Michael in Mondsee

Im Innern gab es Weihwasserfläschchen zu kaufen. Aus biblischer Sicht ist die Verwendung von Weihwasser ein magisches Ritual und daher für Christen abzulehnen.

Weiter vorne steht die Kopie eines „Gnadenbildes“ aus Altötting, einem Marien-Wallfahrtsort in Bayern. Hier haben Leute die Möglichkeit, Opferkerzen zu kaufen und Fürbitten an Maria zu richten, was aus biblischer Sicht natürlich unzulässig ist, da zu Menschen nicht gebetet werden darf, mal ganz abgesehen davon, dass die Toten für die Lebenden ohnehin unerreichbar sind.

Kopie eines „Gnadenbildes“ aus Altötting in der Basilika St. Michael in Mondsee

Auf dem Bild im Hintergrund ist zu sehen, wie eine Frau (vermutlich Maria) vor einem Engel kniet, die Hände zum Gebet gefaltet. Dieses Bild vermittelt dem Betrachter, dass es legitim sei, vor Engeln zu knien und sie anzubeten. Laut Bibel ist dies jedoch ganz klar verboten:

Ich, Johannes, habe dies gehört und gesehen. Und als ich es hörte und sah, fiel ich dem Engel, der mir dies gezeigt hatte, zu Füßen, um ihn anzubeten. Da sagte er zu mir: Tu das nicht! Ich bin nur ein Mitknecht wie du und deine Brüder, die Propheten, und wie alle, die sich an die Worte dieses Buches halten. Gott bete an!
Offenbarung 22,8-9

Im Klosterladen, der in die Basilika St. Michael integriert ist, gibt es die verschiedensten Devotionalien zu kaufen:

Blick in die Auslagen des Klosterladens von St. Michael

In friedlicher Eintracht nebeneinander koexistieren die in der römisch-katholischen Kirche üblichen Devotionalien wie Kruzifixe und Figuren mit esoterischen Amuletten:

Esoterisches Amulett im Klosterladen von St. Michael

Dieser sogenannten „Blume des Lebens“ werden in der Esoterik besondere „energetische“ Wirkungen und eine besondere Bedeutung für die „spirituelle Entwicklung“ zugeschrieben (siehe Beispielartikel 1 und Beispielartikel 2).

Eine riesige „Blume des Lebens“ inmitten anderer esoterischer Utensilien auf einem Stand beim Münchner „Tollwood-Festival“

Katholische Kirche „Maria Schutz“ in München-Pasing

Die katholische Kirche „Maria Schutz“ in München-Pasing

Der Name „Maria Schutz“ sagt schon aus, wem die Verehrung in dieser Kirche gilt. Ein Blick ins Kircheninnere macht daraus dann auch keinen Hehl: Vorne im Zentrum schwebt das überdimensionale Bildnis einer weiblichen „Gottheit“, vor der sich fünf weitere Personen verbeugen. Der gekreuzigte Jesus ist in dieser Szene im wahrsten Sinne des Wortes nur eine Randfigur (siehe rechter Bildrand):

Blick ins Innere der kath. Kirche „Maria Schutz“

Auch in dieser Kirche darf natürlich ein Marienaltar nicht fehlen. (Nicht mehr mit auf dem Bild ist die Kniebank vor dem Altar.)

Ein Opferaltar für Maria in der kath. Kirche „Maria Schutz“

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