Gott­sucher

Be- und Erkenntnisse eines Spätbekehrten

Weil er sich an mich klammert

Das Bild (hier nur ein Ausschnitt daraus gezeigt) wurde von Heidrun Schröder gemalt und in der Ausstellung „Created 2 Create“ der AGAPE-Gemeinschaft München am 06.03.2026 gezeigt.
Hinweise zum Bild

»Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn erretten.

Ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt.

Ruft er mich an, so will ich ihn erhören.

Ich bin bei ihm in der Not.

Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben und ihn schauen lassen mein Heil

Psalm 91,14-16 (Übersetzung und Anmerkungen nach Schlachter 2000)

Diese Bibelverse (bzw. zuerst nur den Anfang: „Weil er sich an mich klammert...“) hatte ich heute bei meiner täglichen „Stillen Zeit“ auf einmal „im Kopf“, ohne zu wissen, wo genau das steht. Ich vermutete zuerst Psalm 27, dann Psalm 84, und wurde schließlich in Psalm 91 fündig. Dabei hatte ich den Eindruck, dass Gott mir diese Worte persönlich zusprechen will.

Aber stimmte das denn, oder war das nur Wunschdenken meinerseits? – Wie zur Bestätigung, dass das wirklich ein persönlicher Zuspruch war, lese ich kurz darauf im Lied zur Tageslosung folgenden Text:

Mein Herz hängt treu und feste an dem, was dein Wort lehrt.

Evangelisches Gesangbuch, Lied Nr. 295, Strophe 3 (Anfang)

Auffällig ist hier die ähnliche Ausdrucksweise im Lied (hängt ... an dem) und im Bibelvers („sich an mich klammert“, oder in einer anderen Übersetzung: an mir hängt). Diese inhaltliche Verbindung beider Texte in Kombination mit deren akausalen zeitlichen Zusammentreffen sind typische Merkmale einer „Koinzidenz“, durch die Gott zu mir spricht und mich auf Dinge aufmerksam macht; somit ist das für ich die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um einen persönlichen Zuspruch Gottes handelte.

Ich sehe das aber nicht nur als einen Zuspruch für mich, sondern für alle Menschen: Jeder, der sich an Jesus Christus „klammert“ (oder „[in Liebe] an ihm hängt“), ist ein Kind Gottes und Miterbe von Christus. Er ist bei der Entrückung mit dabei und erhält bei der Auferstehung einen unsterblichen und von Schmerzen und Krankheit befreiten Herrlichkeitsleib, der dem von Jesus Christus nach Seiner Auferstehung gleicht. Nur mit einem solchen Auferstehungsleib ist es überhaupt möglich, Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Unser jetziger physischer Leib würde in der Gegenwart Gottes sofort „verglühen“ wie ein Astronaut, der der Sonne zu nahe kommt.

Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser,
so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

Meine Seele dürstet nach Gott,
nach dem lebendigen Gott.

Wann werde ich dahin kommen,
dass ich Gottes Angesicht schaue?

Psalm 42,2-3

Siehe auch:

KoinzidenzenMit Gott erlebt

AuferstehungEntrückung

Quelle:
Stand: 08.09.2026 02:01:49