Gott­sucher

Be- und Erkenntnisse eines Spätbekehrten

Weil er sich an mich klammert

Das Bild (hier nur ein Ausschnitt daraus gezeigt) wurde von Heidrun Schröder gemalt und in der Ausstellung „Created 2 Create“ der AGAPE-Gemeinschaft München am 06.03.2026 gezeigt.
Hinweise zum Bild

Eine persönliche Zusage Gottes an jedes Seiner Kinder:

14a Weil er sich an mich klammert, darum will ich ihn erretten.

14b Ich will ihn beschützen, weil er meinen Namen kennt.

15a Ruft er mich an, so will ich ihn erhören.

15b Ich bin bei ihm in der Not.

15c Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen.

16a Ich will ihn sättigen mit langem Leben 16b und ihn schauen lassen mein Heil.

Psalm 91,14-16 (Übersetzung und Anmerkungen nach Schlachter 2000)

In den meisten Bibeln sind diese drei Verse in Anführungszeichen gesetzt, was bedeutet, dass es sich um eine direkte Rede Gottes handelt. Die dort genannten Verheißungen gelten jedem Menschen, der sich „an Jesus klammert“ – also allen Kindern Gottes.

Zu einigen Passagen sind in der Schlachter-2000-Übersetzung alternative Bedeutungen angegeben:

Statt „Ich will ihn befreien und zu Ehren bringen“ (Vers 15c) kann man auch lesen: „Ich will ihn herausreißen und verherrlichen.“ Das Wort „herausreißen“ (heb. חָלַץ – chalaz) erinnert an „entrücken“ (gr. ἁρπάζω – harpazo) – auch vom Klang her ähneln sich diese beiden Wörter; und das Wort „verherrlichen“ verweist auf die bei der Entrückung stattfindende Verwandlung des sterblichen Leibes in einen „verherrlichten“ (unsterblichen) Auferstehungsleib, der dann dem „Leib der Herrlichkeit“ von Jesus Christus nach Seiner Auferstehung gleichen wird. Nur mit einem solchen Auferstehungsleib ist es überhaupt möglich, Gott von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Unser jetziger physischer Leib würde in der Gegenwart Gottes sofort „verglühen“ wie ein Astronaut, der der Sonne zu nahe kommt.

Die Passage „Weil er sich an mich klammert“ (Vers 14a) kann auch übersetzt werden mit „Weil er [in Liebe] an mir hängt“. Das ist es, worum es geht! Gott will Seine Kinder überreich beschenken, doch er möchte nicht um Seiner Gaben willen geliebt werden, sondern um Seiner Selbst willen. Und wahren Kindern Gottes geht es auch nicht in erster Linie um die Gaben, sondern um den Geber!

Ich will dich lieben, meine Krone, ich will dich lieben, meinen Gott;

ich will dich lieben ohne Lohne auch in der allergrößten Not;

ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht.

Aus dem Lied „Ich will dich lieben, meine Stärke“ von Johann Scheffler (Angelus Silesius), 1657. Quelle: Evangelisches Gesangbuch, Lied Nr. 400, Strophe 7

Passend dazu fand ich per DuckDuckGo einen Artikel des Bibelkreis München mit einem kurzen Predigttext des „Ruhrpott-Pfarrers“ Wilhelm Busch (1897–1966) zu Psalm 91,14. (Das Artikeldatum ist übrigens 21.08.2026, also gerade mal 2 Wochen, bevor ich auf Psalm 91,14 „gestoßen“ wurde.)

Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.

– Psalm 73,25 –

Wirklich ein Zuspruch Gottes?

Als die Worte „Weil er sich an mich klammert“ heute (05.09.2026) bei meiner täglichen „Stillen Zeit“ auf einmal in meinem Kopf „aufpoppten“, hatte ich gleich den Eindruck, dass dies eine persönliche Ansage Gottes für mich ist. Ich hatte sie schonmal irgendwo gelesen, wusste aber nicht mehr, wo genau sie standen. Ich vermutete zuerst Psalm 27, dann Psalm 84, und wurde schließlich in Psalm 91 fündig. Aber war das wirklich ein Zuspruch Gottes oder nur Wunschdenken meinerseits? Es folgten dann mehrere Bestätigungen – eine direkt anschließend und eine 3 Tage später –, die mir zeigen sollten, dass mir die Worte tatsächlich von Gott gegeben wurden:

Erste Bestätigung

Wenige Minuten, nachdem die Worte „Weil er sich an mich klammert“ in meinen Gedanken erschienen waren und ich die dazu passenden Bibelverse (Psalm 91,14-16) und die dazugehörigen Fußnoten in der Schlachter-2000-Bibel gelesen hatte, stoße ich im Lied zur aktuellen Tageslosung auf folgenden Text:

Mein Herz hängt treu und feste an dem, was dein Wort lehrt.

Evangelisches Gesangbuch, Lied Nr. 295, Strophe 3 (Anfang)

Auffällig ist hier die ähnliche Ausdrucksweise im Lied („hängt ... an dem“) und im Bibelvers („sich an mich klammert“, oder in einer anderen Übersetzung: „an mir hängt“). Diese inhaltliche Verbindung der beiden Texte in Kombination mit deren zeitlichen Zusammentreffen sind typische Merkmale einer „Koinzidenz“, durch die Gott zu mir spricht und mich auf bestimmte Dinge aufmerksam macht; somit ist das für mich die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um einen persönlichen Zuspruch Gottes handelt.

Zweite Bestätigung

Drei Tage danach erhielt ich eine weitere Bestätigung in Form einer Koinzidenz: Nachdem ich diesen Artikel am 08.09.2026 um 2 Uhr fertiggestellt hatte, lese ich nachmittags gegen 15:40 Uhr die Einführung zum Buch Habakuk, das (wie ich fälschlicherweise dachte) laut des Ökumenischen Bibelleseplans an diesem Tag beginnen sollte. Dort heißt es wörtlich:

Der Prophet Habakuk (»Umarmer« / »Der sich [an Gott] klammert«) wirkte in Juda etwa 620 bis 605 v. Chr. ...

Einführung zum Buch Habakuk (Schlachter 2000)

Die Bedeutung des Namens „Habakuk“ entspricht also genau dem Adressaten der zugesprochenen Bibelverse! Zwar sind die betreffenden hebräischen Wörter in Psalm 91,14 (חָשַׁק – chaschaq = anhangen; begehren; verbinden) und die Wurzel des Namens „Habakuk“ (חָבַק – chabaq = umarmen; umfassen) nicht identisch, sich aber sowohl von der Bedeutung als auch der Schreibweise her sehr ähnlich (nur der mittlere Buchstabe ist unterschiedlich; die Vokalisierung dagegen gleich).

Somit handelt es sich nun um eine „Dreifach-Koinzidenz“, so als wolle Gott jegliche Zweifel daran ausräumen, dass es sich wirklich um ein „Rhema“ (direktes Reden Gottes) handelt.

Durch zweier und dreier Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden!

– 2.Korinther 13,1 –

Gottes Zusagen gebrauchen!

Und damit die schöne Zusage, die Gott mir und uns allen gegeben hat, nicht „verstaubt“, hier noch ein passendes Zitat aus einem Andachtstext zur heutigen Bibellese:

Behandle Gottes Zusagen nicht wie Museumsstücke, sondern glaube ihnen und mache von ihnen Gebrauch.

Charles Haddon Spurgeon (1834–1892), englischer baptistischer Pastor.
Quelle: »Wort für heute 2026«, 10. September 2026

Siehe auch:

KoinzidenzenMit Gott erlebt

AuferstehungEntrückung

Quelle:
Stand: 10.09.2026 14:48:08