Wie Gott zu mir „spricht“
„Niemand hat Gott jemals gesehen“ (Johannes 1,18), denn „Gott ist Geist“ (Johannes 4,24), und „wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen“ (2.Korinther 5,7). Dennoch hat Gott zu allen Zeiten immer wieder zu den Menschen gesprochen oder sich ihnen – zumeist in Träumen – gezeigt. Früher mehr als heute, wo wir Sein Wort (die Bibel) haben. Diese wird nicht zufällig auch „das lebendige Buch“ genannt, denn durch sie „spricht“ Gott auch heute noch aktuell zu uns Menschen. Einerseits natürlich generell, weil in ihr quasi Sein „Vermächtnis“ in Form zweier „Testamente“ (altes und neues) enthalten ist; andererseits aber auch frisch und aktuell, indem uns eine bestimmte Aussage oder ein Bibelvers direkt „anspricht“. Häufig benutzt Er auch andere Menschen oder Umstände, um zu uns zu „sprechen“. Jeder ist auf unterschiedlichen „Kanälen“ besonders empfänglich, und Gott spricht zu jedem Menschen so, wie es ihm am besten entspricht. Ich zum Beispiel erkenne oft „Muster“ im Chaos, und so spricht Gott zu mir gerne durch vermeintliche „Zufälle“, die keine sind. Wenn mir zum Beispiel ein und derselbe Bibelvers „auf wundersame Weise“ mehrfach kurz hintereinander – manchmal innerhalb nur weniger Minuten! – über ganz unterschiedliche Wege „begegnet“, dann weiß ich: Ah, da will Gott mir wieder etwas sagen! Anfangs fragt man sich vielleicht noch, ob das nicht einfach nur Zufall ist, aber wenn so etwas wieder und wieder passiert, dann ist eigentlich klar, dass dahinter eine Intelligenz steckt – eben Gott. Und da man solche Vorkommnisse so schnell vergisst, habe ich sie mir immer gleich aufgeschrieben, um sie jederzeit nachlesen und mich wieder daran erinnern zu können. Wenn ich heute auf all diese Erlebnisse zurückblicke, wie Gott schon zu mir „gesprochen“ und mich ermutigt hat, bin ich einfach nur dankbar und staune...
Eine dieser Koinzidenzen (so nenne ich diese vermeintlichen „Zufälle“, die keine sind), möchte ich im folgenden exemplarisch schildern:
Im Oktober 2019 hatte ich mich erstmals zu einer Straßenaktion gemeldet: Flyer verteilen für den Alphakurs unserer Gemeinde in München. Bei dem Gedanken, Leute auf der Straße anzusprechen, um ihnen etwas „anzudrehen“, auch wenn es sich um „die beste Botschaft der Welt“ handelt, fühle ich mich immer etwas unwohl, und so las ich morgens in der Tageslosung den ermutigenden Zuspruch:
Auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht; was kann ein Mensch mir antun?
– Psalm 56,12 –
...sowie den dazugehörigen Lehrtext:
Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.
– Philipper 4,13 –
Der Vers Philipper 4,13 ist mir dann noch an 4 weiteren, aufeinanderfolgenden Tagen über ganz unterschiedliche „Kanäle“ begegnet, so dass ich den starken Eindruck hatte, dass dies tatsächlich ein persönlicher Zuspruch Gottes an mich für diese Straßenaktion war.
Das Ganze ist allerdings nicht nur einmal passiert, sondern gleich viermal: Das zweite Mal im Mai 2020, das dritte Mal im September 2025 und das vierte Mal im Oktober 2025! Jedesmal stand eine Straßenaktion an, jedesmal war ich davor etwas nervös, und jedesmal zeigte Gott mir zur Ermutigung dieselben beiden Bibelverse in Kombination! Beim zweiten Mal standen sie zusammen in einem Auslegungstext eines Bibelleseplans für diesen Tag, beim dritten Mal wieder in der Tageslosung und den dazugehörigen „Gedanken zur Tageslosung“, die ich jeden Morgen lese, und beim vierten Mal hörte ich sie – diesmal allerdings erst hinterher – in Form eines Taizé-Liedes im zufällig eingeschalteten Radio sowie als Zitat im „Biblischen Impuls“ in einer anschließend angesehenen Aufnahme einer Fernsehsendung. – Wenn ich nicht gewust hätte, dass das von Gott kommt, wäre das fast schon ein wenig „spooky“… 😄
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